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Kabelsalat – Update

Kabelsalat

„Das Internet ist ein Ding zum Anfassen.“

So, jetzt ist  Jahresurlaub angesagt. Ich muss mal wieder meine Akkus aufladen. Wir wollen dieses Mal an die Nordseeküste (und wenn es dort regnet, wird es trotzdem wundervoll).

Wir haben das Zimmer des Jüngsten natürlich renoviert, haben aber auch unseren Garten erkundet (schön und merkwürdig). Das alles eigentlich ohne Internet, also mehr so behelfsmäßig.

Ich liebe die Freiheit. Dazu gehört es ab und an auch ohne Kabel zu sein. (Was nach Feierabend auch nur bedingt geht.) Nichts aufladen zu müssen, keine Photos zu schießen, die ‘laufenden’ Ereignisse laufen zu lassen.

Dazwischen immer ein Buch, das wird nicht zu Ende gelesen – das kann ich ja gar nicht – soll doch im Internet Pläne usf. nachgucken. Statt Akkus für Photoapparate oder Smartphones aufzuladen, will ich doch lieber meine eigenen aufladen.

Es scheint aber so, als komme ich aus der Nummer mit der Technik nicht so schnell heraus. Einmal Admin, immer Admin. Ist ja auch so schön bequem. ‘Das können wir doch schnell im Internet..wenigstens das, ist doch ein Klax…’

‘Dann mach doch selbst!’

„…für dich!“ …Sind sie dann eingeschnappt, ist es auch nicht gut. Man wird dann ja nicht gebraucht. …

Für den Moment ist jedenfalls Ruhe. Pfft.

Lesen macht aber keinen Spaß, also geht man – kurz – ins Internet. Sachen erledigen. ‘Schau doch mal nach, wie das Wetter wird!’
Sagt man jetzt, was man denkt, ist der Tag vollkommen ruiniert.

Also bricht man den Kommentar ab, den man los werden wollte (wenigstens den) und sucht nach – genau – dem Wetter. Was sonst?

Auf der Suche nach einem Artikel war ich auf Kabelsalat gestossen.

Dieses Buch war mir wieder mal zufällig in die Hände gefallen. Den Titel fand ich damals schon toll (das Cover immer noch befremdlich). Sicher, seit dem hat sich viel getan, aber im Prinzip hat sich doch nichts geändert. Den Zahlen, die vor oder hinter dem Komma stehen, ist so etwas herzlich egal.

Das ist so ein Buch über eine Reise zum Internet. Was ist das, wo findet man es, dauert es lange und muß man sich irgendwo anmelden?

„Wir sind ständig online, ziehen Daten aus der Cloud, alles funktioniert wireless. Was das heißt, hat Andrew Blum nie richtig verstanden. Doch als ein Eichhörnchen die Internetleitung in seinem Garten anknabbert, wird ihm klar: So analog ist digital. Andrew folgt dem Kabel, und eine faszinierende Reise zu den verborgenen Orten und Knotenpunkten des World Wide Web beginnt …“ *

Dabei hat die neue Technik der herkömmlichen Geographie bis ins Detail zu folgen. (Man wird sehen.)

„Die Cloud des Internets und all die einzelnen Bestandteil(e) dieser Cloud waren reale, unverwechselbare Orte – eine im Grunde selbstverständliche Tatsache, die uns nur wegen der Unmittelbarkeit seltsam vorkommt, mit der wir permanent mit diesen Orten kommunizieren.“ (S.286)

Manchmal braucht es dreihundert Seiten, um Sätze wie diese zu finden: „Was ich nach meiner Rückkehr nach Hause begriffen habe, ist, dass das Internet keine physische oder virtuelle Welt ist, sondern eine menschliche. Die physische Infrastruktur des Internets hat viele Zentren, aber von einer bestimmten Warte aus betrachtet gibt es in Wirklichkeit nur eines: Sie. Mich. Ganz egal, wo ich bin und wo Sie sind.“ (S.304)

Jetzt muß nur noch das kleine Männchen das Licht im Computer löschen, dann wird geschlafen. Man kann aber auch alles kompliziert machen. Oder so 😉

Ich fand, es war eine gute Zeit mit dem Buch. Wir haben diesen Titel immer noch im Angebot. Er steht – wenn er denn da ist – im Ik ‚Computer im Alltag‘.

Andrew Blum: Kabelsalat. Wie ich einem kaputten Kabel folgte und das innere des Internets entdeckte. 2012. ISBN: 978 3 8135 0388 3

* Text auf dem Umschlag

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Kinder- und Computerbibliothek Paderborn*Rosenstraße 13-15*33098 Paderborn*Fon: +49 5251 881115*
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Toggle – immer noch

Toggle

Code is Law. Lawrence Lessig

Vor etwa fünf Jahren begegnete mir ein Buch mit dem Titel: Toggle. Die Geschichte dahinter war ein Medienereignis, wieder. Da wurde eine Sau durch ein Dorf getrieben. Wohin bloß?

„Eindeutigkeiten zu vermeiden ist die größte Kunst des gelungenen Geschäfts.“ (S.300)
Ideen, die einmal in der Welt sind, können nicht mehr rückgängig gemacht werden. Verbieten kann man sie, unterdrücken auch. Aber irgendwo tauchen sie immer wieder auf.

Und so beginnt unsere Geschichte erstmal im Frankreich des 18. Jahrhunderts. Es war das gesellschaftliche Zentrum der damaligen Welt. Die Diskussion, die dort geführt wurde, ist heute aktueller denn je.

Was ist ein Mensch wert? Wie wird das ermittelt und von wem? Wonach soll sich also unser aller (Zusammen-)Leben richten? Manche befinden sich auf der Sonnenseite dieses Lebens, während andere eher unbeachtet ein Schattendasein führen oder noch viel Schlimmeres.

Die Gesellschaft und das Wohlergehen ihrer Bewohner sind Kern der Überlegungen. Vordergründig regt das nur eine Minderheit auf, obwohl es quer durch Gesellschaften geht. Heute wie damals ist die globale Welt nicht wirkungslos. Langweilig ist das schon gar nicht.

„Du bist immer drin, wenn du mal drin warst. Es gibt keine Vergangenheit, die sich von der Gegenwart trennen lässt.“ (S.213) Wir haben hier wohl so etwas, wie einen roten Faden in der Geschichte. Platon würde sich gewiß vor Freude auf die Schenkel klopfen.

Die Absicht hinter der Absicht ist oft so entwaffnend einfach. Es geht um Macht und Kontrolle. Sie gilt es zu sichern, und zwar für die richtigen(!) Menschen. Wie erkennt man die Absicht hinter der Absicht? Mit Mustererkennung beginnt es.

Toggle ist eine handfeste Realsatire. Sehr modern, immer noch aktuell und, wie es sich für ordentliche Satiren gehört, sehr kurzweilig.

Zur Vertiefung sei empfohlen Vance Packard: Die geheimen Verführer oder auch Vermeers Hut, geschrieben von dem Kunsthistoriker Timothy Brook. Als Ergänzung gibt es bei Wikipedia die Artikel zur Mustererkennung und zum Baron de Montesquieu.

Florian Felix Weyh: Toggle. Roman 2012. Galiani. Berlin. ISBN 978 3 86971 041 9
In guten Bibliotheken und im Handel. Bei uns steht das Buch im Bereich Computer im Alltag.

Alexa ist da!

Alexa ist neu eingezogen in der Computerbibliothek.

Sie ist das Gehirn von Amazon Echo Dot, einem sprachgesteuertem Gerät mit einem kleinen integriertem Lautsprecher. Gesteuert wird Alexa mithilfe der Stimme ihrer Benutzer, sie erkennt diese sogar von der anderen Seite des Raumes oder wenn Musik läuft. Sie ist offen für alle Fragen und hat nahezu immer eine Antwort parat.

Alexa Alexa wohnt jetzt in der Computerbibliothek!

Sie kennt die aktuelle Wettervorhersage und sie kann nach passenden Bahnverbindungen suchen. Alexa könnte Ihnen einen Witz erzählen, verwaltet Ihren Terminkalender und sie könnte Bescheid sagen, wann die Müllabfuhr das nächste Mal kommt. Oder sie löst Rechenaufgaben für Sie. Alexa verfügt auch über einen riesigen Speicher an Musik und findet in 40 Millionen Titeln den richtigen Interpreten oder Song für Sie.

Sie sind neugierig geworden und wollen Sie sie kennenlernen?

Kommen Sie in der Computerbibliothek vorbei und wir machen Sie sich mit Alexa bekannt.

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